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Beziehung zwischen der Raumhöhe und der Deckentemperatur

Zwischen der Raumhöhe und der mittleren Oberflächentemperatur der Decke besteht eine enge Beziehung. Dieser Zusammenhang wird nachfolgend erläutert. Im Kopf des Menschen befinden sich diejenigen Organe und Steuerungsmechanismen, die die Körperwärme massgeblich regulieren. Diverse Wissenschaftler wie Kollmar, Bedford, Missenard u. a. haben dies nachgewiesen.

Jeder Raumhöhe wird eine mittlere Oberflächentemperatur zugeordnet (und damit- bei wasserführenden Deckenheizungssystemen - auch eine mittlere Wassertemperatur). Wird sie über- oder unterschritten, ist es zu warm oder zu kalt in den Räumen.


Abb. 1.2/1.3:  Strahlungsempfinden in Abhängigkeit von Verstrahlungsfläche


Mit der Oberflächentemperatur der Decke ist nicht nur die Raumhöhe, sondern auch die Ausdehnung der beheizten Fläche eng verbunden. Dies veranschaulichen die Abbildungen 1.2 und 1.3.

In Abb. 1.2 ist derjenige Teil des Körpers, der Strahlung empfängt, sehr klein.

Abb. 1.3 zeigt die Wirkung einer grossflächigen Deckenstrahlungsheizung. Hier ist der Anteil der spürbaren Strahlungswärme wesentlich grösser.

Es soll hier nicht auf weitere, komplizierte Berechnungsmöglichkeiten mit Formfaktoren (Einstrahlungszahlen) eingegangen werden. Aus den Ausführungen können jedoch folgende Schlussfolgerungen gezogen werden:
  1. Die Deckenoberfläche ist umgekehrt proportional zur mittleren Oberflächentemperatur der Decke.
  2. Der Abstand zwischen Fussboden und Decke ist direkt proportional zur mittleren Oberflächentemperatur der Decke.
  3. Wird in einem Raum nur ein Teil der Decke beheizt, ist eine höhere mittlere Oberflächentemperatur zulässig. (Abb. 1.4)
  4. Der beheizte Teil der Decke sollte möglichst dort platziert werden, wo die grössten Wärmeverluste auftreten, also nahe den Aussenwänden.

Abb. 1.4
Raumgrundriss und Anordnung einer Deckenstrahlungsheizung

Abb. 1.5
Maximal zulässige Oberflächentemperatur der Decke

Abbildung 1.5 zeigt die zulässige mittlere Oberflächentemperatur der Decke bei unterschiedlichen Raumhöhen für kleine und grosse Räume.

(Diese Betrachtungen zur Beziehung Raumhöhe/Deckentemperatur sind inhaltlich dem Artikel "Wärmephysiologische Berechnungen bei Heizdecken, Strahlplatten und Infrarotstrahlern" von A. Kollmar, erschienen in "Gesundheitsingenieur" Nr. 69 [1960], entnommen.)